Category Wirtschaft

Kapitalismus und Patriarchat – zwei Teile eines Puzzles?

Unsere Gesellschaft hat im Laufe der Geschichte viele Fehlentwicklungen zugelassen. Die so entstandenen maroden Stellen werden in Krisenzeiten besonders deutlich. Zwei Fehlentwicklungen befördernde Strukturen sollen in den folgenden Zeilen näher beschrieben werden: Kapitalismus und Patriarchat; oder eigentlich ein Strukturen-System: patriarchaler Kapitalismus. Definitionen und Dimensionen Besonders wichtig im Kontext dieses Beitrags ist Marx‘ Definition des Kapitalismus,

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Es warat wegen der Arbeitslosigkeit

Die Regierung redet derzeit gerne von den wachsenden Zahlen an „Durchschummlern“, „wer arbeitet darf nicht der Dumme sein“ und von den nicht mehr aufstehen wollenden WienerInnen. Gleichzeitig werden große Einsparungen in der Arbeitsmarktpolitik vorgenommen und mit der sinkenden Arbeitslosenquote und der steigenden Quote der Erwerbstätigen begründet. Auf gut wienerisch stell sich dabei die Frage; na

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Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst: Der blinde Fleck unbezahlter Arbeit

Die Produktion einer Volkswirtschaft ist Ausgangspunkt für eine Vielzahl an ökonomischen, aber auch gesellschaftlichen Analysen und dient unter anderem als wichtige Maßzahl, um Wertschöpfung in einer Volkswirtschaft abzubilden. Als Instrument zur Erfassung und Bewertung dieser Produktion dient gemeinhin die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR), deren Aggregation zum BIP führt, eine der wohl wichtigsten ökonomischen Kennzahlen. Der Report

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„Gewerkschaftsinteressen sind Gesellschaftsinteressen!“

Mit der Sozialen Dimension steht und fällt die sozial-ökologische Transformation. Ein Interview mit Michael Soder, Ökonom und Referent für Energiepolitik der Arbeiterkammer Wien und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien, zur Rolle der Gewerkschaft in Zeiten des Klimawandels. Interviewt von Philipp Rohringer. Zum Einstieg, wie ist die Arbeiter*innenbewegung in Österreich organisiert und strukturiert? Konkret wäre der

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Austerität: herbe Politik, herbes Recht?

Austerität markiert einen Ausnahmezustand. Der Begriff Austerität leitet sich vom griechischen austēros (‚Trockenheit der Zunge‘) her und bezeichnet eine besondere Strenge, Härte, Herbheit in moralischer, pädagogischer und (heute vor allem) auch politökonomischer Hinsicht. Aristoteles ging es in Nikomachischen Ethik noch um die Bestimmung des ,rechten Maßes‘ des Gebens und Nehmens – sozioökonomische Position, Leistungsfähigkeit und

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Mythos Fachkräftemangel – Es fehlen Arbeitsplätze nicht Arbeitskräfte

Zuletzt sind 320.172 Menschen (Juni 2015) in Österreich arbeitslos. Doch die Klagen über einen Fachkräftemangel kommen fortwährend auf. Empirische Indikatoren wie die Stellenandrangziffer bewegen sich seit der Krise 2008 unaufhörlich nach oben. Zudem steigen die Überzahlungen trotz angeblichem Facharbeitermangel nicht und die Zahl der Lehrbetriebe geht zurück. Die Diskussion entpuppt sich als eine Farce, welche

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Raus aus der Konflikt-Komfortzone

Politische und militärische Lösungsstrategien kommen künftig ohne entwicklungs- und klimatechnische Facetten nicht mehr aus Wir alle neigen dazu, vermeintlich offensichtliche Gegebenheiten schnell als selbstverständlich hinzunehmen. Die Konflikte im Nahen Osten werden beispielsweise geradezu selbstverständlich auf die üblicherweise in diesem Zusammenhang genannten Ursachen, wie zum Beispiel interkonfessionellen oder interethnischen Hass, reduziert. Sind es nicht ethnische oder

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Europäische Krisenpolitik: Europa auf Kriegsfuß

Als Antwort auf die Wirtschaftskrise stehen sich im Moment 2 verhärtete Fronten gegenüber, verkürzt gesprochen könnte man sagen: Tsipras gegen Merkel beziehungsweise Varoufakis gegen Schäuble. Keine Lösung scheint in Sicht. Noch verwunderlicher wirkt allerdings, dass die Bevölkerung der jeweiligen Länder und nahezu die gesamte politische Parteienlandschaft im politischen Gleichstrom schwimmt. Dies erkennt man besonders im

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Finanzialisierung und die Rolle von Nationalstaaten

Die Finanzialisierung unserer Wirtschaft welche Anfang der 1970er Jahre losging hat die Rolle von Nationalstaaten stark verändert. Oder waren es sich verändernde Nationalstaaten, welche zur Finanzialisierung der Wirtschaft geführt haben und so die Real- und Finanzwirtschaft auseinanderdriften ließen? Aber was ist eigentlich diese „Finanzialisierung“? Ronald Dore liefert eine passende Definition: Bei der Finanzialisierung spricht man

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